Die Lebenshilfe Altmühlfranken e.V. hat mit der öffentlichen Bereitstellung zweier Defibrillatoren für Laien das Viertel im Römerbrunnenweg und das in der Gunzenhausener Straße ein wenig sicherer gemacht.

Dass sich der sog. „Plötzliche Herztod“ zu einer der häufigsten Todesursachen in Deutschland entwickelt hat ist allseits bekannt. Dass jedoch die ersten Minuten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte darüber entscheiden, ob und mit welchen Folgeschäden die betroffene Person nach einem Überleben behaftet sein wird ist nicht gleichermaßen bekannt.

0R22 Außen mid ret webAus Dankbarkeit für das gute Nachbarschaftsverhältnis, in der unsere Einrichtungen, wie Schule, Tagesstätten, Wohnstätten, Kita, oder Frühförderung sich mit allen Anwohnern befinden hat die Geschäftsführung mit Unterstützung des Krankenpflegevereins Titting, Emsing, Morsbach & Altdorf e.V. zwei Geräte der Firma Zoll angeschafft und diese im öffentlichen Bereich aufgestellt. Somit ist es allen Menschen in direkter Umgebung ab sofort möglich, sich im Notfall dieser Geräte zu bedienen, um damit Leben zu retten!

Diese sog. AEDs verfügen über eine akustische Anleitung und einem farbigen Display, das die Teilschritte verdeutlicht, die sofort nach oder während eines Auffinden einer leblosen Person unternommen werden müssen. Beim Befolgen dieser Schritt-für-Schritt Maßnahmen wird der betroffene Patient bestmöglich bis zur Übernahme durch die ausgebildeten Fachkräfte des Rettungsdienstes betreut. Egal, ob es sich beim Patienten um ein Kind oder einen Erwachsenen handelt kann der Defibrillator seine Unterstützung leisten und notfalls auch den Herzmuskel aus dem sog. Kammerflimmern durch Abgabe eines Elektroschocks herausholen.

Yvonne Halbmeyer (Römerbrunnenschule) & Uli Wagner (Frühförderung & Wohnen) sind sich einig, dass die ausgewählten Geräte die bestmögliche Hilfestellung in einer solchen Situation bieten. „Wir haben uns mehrere Hersteller angesehen und auch zeigen lassen. Vor allem die Rückmeldung zur Drucktiefe bei der Herzdruckmassage hat uns auf Anhieb überzeugt!“ Außerdem wurden die Defibrillatoren in Schutzkästen angebracht, die auch von Kindern & Rollstuhlfahrern problemlos geöffnet werden können.

Eine Zusammensetzung von Mitarbeitenden aller Bereiche der Lebenshilfe, die im direkten Umfeld der zwei Standorte arbeiten haben sich extra dafür zu einer Schulung zusammengefunden, um im realen Notfall auch mit einer routinierten Umgangsweise bestmöglich Hilfe leisten zu können.