„Gemeinsam pusten macht viel mehr Spaß" rief Clown Hep dem begeisterten Publikum zu, als er und seine vier Clownsfreunde zusammen mit anderen Kindern und Erwachsenen einen gelben Luftballon mit einem Blasrohr um ein Vielfaches vergrößerten.

Treffender hätte er den eigentlichen Kern der Veranstaltung nicht formulieren können. „Gemeinsam Spaß haben" lautete nämlich auch das Motto des 6. Inklusiven Kulturfestivals, das in diesem Jahr bei schönstem sonnigen Herbstwetter einen Ansturm von über 500 Besuchern ins Altmühlsee-Informations-Zentrum (AIZ) nach Muhr am See lockte.

Insgesamt 165 Künstler, die - nur von kleinen Umbaupausen unterbrochen – von früh bis spät auf der Bühne ihr Bestes gaben, begeisterten die Besucher aus Nah und Fern. Aber auch das vielseitige und ansprechende Rahmenprogramm mit Workshops und Mitmachaktionen, das von Studierenden der Fachakademie für Sozialpädagogik Hensoltshöhe und den Jollipops (Jonglage-Gruppe der Weißenburger Werkstätten) im Innenhof angeboten wurde, trug zum Erfolg des Kulturfestivals bei.

Geschäftsführer Martin Britz eröffnete die Veranstaltung bevor Schirmherr Landrat Gerhard Wägemann seine Grußworte an die Gäste im Saal richtete. „Das Fest ist eine gute Gelegenheit, um Brücken für Menschen mit und ohne Behinderung zu bauen“ freute sich Wägemann und gab nach seiner kurzweiligen Rede die große Bühne für Moderatorin Sandra Löffler und die vielen Künstler frei.

Neben regionalen Künstlergruppen aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen waren auch diesmal wieder Bands aus ganz Mittelfranken vertreten. Das diesjährige Kulturfestival entpuppte sich sogar zu einer Veranstaltungsbörse. So wurden neue Kontakte geknüpft und so manche Künstlergruppe fuhr mit neuen Anfragen in der Tasche nach Hause.